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Reduzierter ökologischer Fußabdruck durch biobasierte Kunststoffe

Produkt Know-How 02.03.2021
Gabriela König CEO

König & Meyer leistet seit jeher seinen Beitrag zum Umweltschutz durch die Herstellung qualitativ hochwertiger und sehr langlebiger Produkte, die sich am Ende ihres Produktlebenszyklus leicht zerlegen und die Einzelteile wieder recyceln bzw. wiederverwerten lassen. Jetzt geht K&M noch einen Schritt weiter. Um den steigenden Anforderungen an den Umweltschutz gerecht zu werden, führt König & Meyer verschiedene neue nachhaltige Produkte aus biobasierten Kunststoffen ein. Biobasierte Kunststoffe enthalten einen Anteil von über 50% bis zu 100% an nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen, wie z.B. Stärke aus Mais, Zucker aus Zuckerrohr und Zuckerrüben, Pflanzenöle, Cellulose aus Baumwolle oder Holz. Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe schont die begrenzten Erdölvorräte und verringert im durchschnittlichen Vergleich mit herkömmlichen erdölbasierten Rohstoffen die CO2-Emissionen. Der Einsatz von Biokunststoffen ist gerade für langlebige Produkte sinnvoll und sorgt hier für eine positive Ökobilanz. Dabei sind diese Kunststoffe genauso stabil, haltbar und recyclingfähig wie herkömmliche Kunststoffe, allerdings nicht kompostierbar oder biologisch abbaubar. Sollte das von Ihnen gekaufte Produkt jemals entsorgt werden müssen, führen Sie es bitte einem industriellen Recyclingprozess zu und entsorgen Sie es keinesfalls in der Umwelt bzw. auf dem Kompost.

Zukunftsfähiges Wirtschaften erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Nachhaltig erzeugte biogene Rohstoffe können zum Schutz des Klimas und der Umwelt sowie zum Erhalt der Biodiversität beitragen. Biobasierte Kunststoffe stellen einen wichtigen Baustein in dieser Entwicklung dar und werden stetig verbessert und weiterentwickelt. Wir beobachten ständig den aktuellen Stand der Technik.

Biobasierte Kunststoffe – Fragen und Antworten

Warum setzt König & Meyer nun biobasierte Kunststoffe ein?

Der biobasierte Kunststoff ist eigentlich keine neue Erfindung. Der erste industriell produzierte Kunststoff (1869) war ein Biokunststoff – Celluloid. Erst später, Anfang des 20. Jahrhunderts, wurden die ersten auf Erdölbasis gefertigten Kunststoffe erfunden, die wir bis heute verwenden. Diese waren die preiswertere Lösung und die Entwicklung konzentrierte sich fortan darauf.
Erst nach 1980 gab es wieder Innovationen im Bereich der biobasierten Kunststoffe, die vor allem auf ein verändertes ökologisches Bewusstsein zurückzuführen sind. Als Argumente wurden erneuerbare Rohstoffe und geschlossene Stoffkreisläufe angeführt, später kam die Substitution des Erdöls als Hauptrohstoff aufgrund der steigenden Erdölpreise und der Endlichkeit der Ressourcen zum Tragen. Die Gewinnung von Erdöl ist für die Umwelt zudem immer riskanter, z.B. durch die Fracking-Methode. Ziel ist es, mit biobasierten Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen alle gewohnten herausragenden Gebrauchseigenschaften der erdölbasierten Kunststoffe zu erreichen und die endlichen Ressourcen nachhaltig zu schonen.

Haben die K&M Produkte aus biobasiertem Kunststoff Nachteile?

Nein. Unsere angebotenen Produkte aus biobasiertem Kunststoff haben keine Nachteile gegenüber Produkten aus herkömmlichem erdölbasiertem Kunststoff. Dies liegt daran, dass die biobasierten Kunststoffe speziell für unsere Anwendungen entwickelt und angepasst wurden und deshalb genauso stabil und langlebig sind.

Warum sind nicht alle Kunststoffprodukte von König & Meyer biobasiert?

Wir verwenden eine Vielzahl unterschiedlicher Kunststofftypen. Die Umstellung auf biobasierte Kunststofftypen erfordert intensive Entwicklungsarbeit. Nicht alle biobasierten Kunststofftypen bringen die erforderlichen Eigenschaften für unsere Produkte mit. Weitere Produkte aus biobasiertem Kunststoff sind aktuell bei uns in Arbeit und werden unser Sortiment immer weiter ergänzen.

Sind Produkte aus biobasiertem Kunststoff biologisch abbaubar oder kompostierbar?

Nein! Die biologische Abbaubarkeit oder sogar Kompostierbarkeit ist nicht automatisch ein Merkmal von biobasierten Kunststoffen. Für langlebige Produkte, die über Jahre hinweg unter allen klimatischen Bedingungen beständig bleiben sollen, ist die anschließende biologische Abbaubarkeit bzw. Kompostierbarkeit nach aktuellem Stand der Technik nicht realisierbar.

Wie sollen Produkte aus biobasiertem Kunststoff entsorgt werden?

Falls die Produkte irgendwann einmal entsorgt werden müssen, führen Sie es bitte einem industriellen Recyclingprozess zu. Der biobasierte Kunststoff wird durch die Entsorgung entweder recycelt oder zur Gewinnung von Wärmeenergie verwendet. Dabei wird dann das von der Natur gespeicherte CO2 in den pflanzlichen Rohstoffen wieder freigesetzt bzw. CO2 neutrale Energie erzeugt.

Konkurriert die Anbaufläche zur Gewinnung biobasierter Kunststoffe mit der Anbaufläche für Nahrungsmittel?

Für die Produktion von biobasierten Kunststoffen werden derzeit weltweit nur 0,02 Prozent der gesamten Landnutzungsfläche genutzt. Alle weltweit benötigten erdölbasierten Kunststoffe könnten theoretisch bereits durch biobasierte Kunststoffe ersetzt werden, deren regenerativen Rohstoffe nur 10 Prozent der Ackerflächen für die von der Gesellschaft weggeworfenen Lebensmittel beanspruchen würden.
Bei einem wachsenden Markt ist es aber selbstverständlich wichtig, dass auch zukünftig keine Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln bei der Herstellung von biobasierten Kunststoffen entsteht. In der Forschung gibt es daher enorme Anstrengungen, auch Holz- oder Agrarabfälle wie Grünschnitt oder Stroh als Rohstoffe für die Herstellung von biobasierten Kunststoffen zu nutzen.

Welche schädlichen Auswirkungen hat der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Kunststoffgewinnung?

Wir beobachten den Einsatz von Bodendünger, Pestiziden, Gentechnik, sowie den Wasserverbrauch zum Anbau nachwachsender Rohstoffe kritisch. Ziel für die Zukunft ist daher auch die Sicherstellung, dass die für die Herstellung biobasierter Kunststoffe verwendeten Rohstoffe aus nachhaltiger, an ökologischen Kriterien orientierter landwirtschaftlicher Produktion stammen.

Warum setzt König & Meyer seit Jahrzehnten bereits recycelte Kunststoffe ein?

Seit jeher führen wir Nebenprodukte, die bei der hauseigenen Kunststoffverarbeitung entstehen, durch Wiedervermahlen in den Fertigungskreislauf zurück. So nutzen wir zwischen 15 und 20 Tonnen Regranulat pro Jahr. Das ist Kunststoffmaterial, welches nicht nochmal neu hergestellt werden muss, und somit den Ressourcen- und Energieverbrauch schont.


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