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70 Jahre innovative Geschichte

Firmennews 22.08.2019
Gabriela König Geschäftsführung
Fabian Bruene

Wir haben ein paar Meilensteine unserer Firmengeschichte hier zusammengetragen und einen Blick auf das geworfen, was zeitgleich die Welt in den 7 Jahrzehnten erstaunte, begeisterte und in Atem hielt. Vielleicht findet sich der ein oder der andere in den Jahren wieder und denkt sich verwundert: „Mensch, schon so lange her?“ Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns, wenn Sie weiterhin mit uns Geschichte schreiben.

1949

 

1949 ist ein historisches, wie wegweisendes Jahr für Deutschland. Die Bundesrepublik Deutschland wird gegründet, zudem wird das Grundgesetz verabschiedet, die Basis unserer Demokratie. Gefühle wie Zuversicht und Selbstvertrauen machen sich nach den Kriegsjahren wieder breit.

Mit Mut und Entschlossenheit werden in diesem Jahr viele Unternehmen gegründet. Karl König und Erich Meyer starten in Wertheim mit 6 Mitarbeitern die Produktion von Notenpulten und Messwerkzeugen, nachdem der ursprüngliche Betrieb in Zella-Mehlis in Thüringen unter sowjetischer Besatzung enteignet worden war. Die Eröffnungsbilanz der Firma König & Meyer weist übrigens eine Bilanzsumme von 7.850 DM (ca. 4.000 €) auf. Laut Schlussbilanz liegen am 31.12.1949 insgesamt 29 Notenständer und 20 Tischnotenpulte am Lager. In den Folgejahren wird die Produktpalette um Instrumentenständer, weitere Halterungen und Zubehör ergänzt und der nationale und internationale Vertrieb aufgebaut. Somit wächst auch die Produktionsfläche und die Mitarbeiterzahl.

1966

Als die fünfziger Jahre enden, ist die Popkultur in eine neue Phase getreten. Elvis Presley hat dem Rock ’n‘ Roll eine weltweite Popularität verschafft, die bis dahin ihresgleichen suchte. In England entsteht die Beatmusik, deren Speerspitze die Beatles und die Rolling Stones bildeten. Vor allem die Beatles werden vielfach als wichtigste Popband überhaupt bezeichnet und haben nahezu alle Genres der Pop-/Rockmusik nachhaltig beeinflusst. Livemusik, Musikmachen und Musikhören werden immer populärer und die Nachfrage nach Instrumenten und Zubehör steigt.

Die von König & Meyer bereits in den 50er Jahren gefertigten Mikrofonstative werden Anfang der 60iger Jahre weiterentwickelt. 1966 konstruieren Martin König und sein Vater Karl König ein Stativ, bei dem die bis dahin einschraubbaren Standfüße durch umklappbare Füße ersetzt werden und somit einen flexibleren Einsatz auf der Bühne ermöglichen:
Das legendäre 210/2 ist geboren. Im Handel ist es für 125,- DM (64,- €) zu haben. In den 70er Jahren wird das Stativ um einen ausziehbaren Schwenkarm ergänzt, und damit wird ein weiterer Klassiker, das 210/9, im Markt eingeführt.

 

1969

Prägend für das Jahr 1969 ist insbesondere die erste Mondlandung in der Weltgeschichte, die unter anderem als kleiner Schritt für den einzelnen Menschen, jedoch als großer Schritt für die Menschheit bezeichnet wurde.

Ein großer Schritt gelingt auch König & Meyer 1969, als gerade einmal einen kleinen Schritt entfernt vom bestehenden Werk, nämlich 700 m, das neue Werk II eingeweiht wird.

 

In der neuen Produktionsstätte wird vor allem eine moderne und größere Galvanik installiert, um dem neuen wachsenden Geschäftszweig der Firma, der Produktion von Trockenhaubenstativen gerecht zu werden. Mitte der 70er Jahre endet allerdings diese Ära der Firmengeschichte, als der Markt durch die Entwicklung der Schwebehaube und der Popularität von Fönfrisuren komplett zusammenbrach. Immerhin hat König & Meyer ab 1962 fast alle großen Haushaltswarenunternehmen wie Kalorik, Minerva, Severin, ABL, AEG, Siemens, Schott, Philips, Krups und Rowenta mit Stativen für Haartrockenhauben beliefert und war damit eine Zeit lang bei diesem Produkt der Marktführer in Europa.

Im ständig modernisierten Werk II haben heute die Pulverbeschichtungsanlage, die Stanzerei, die Laseranlagen, die Dreherei, Schweißerei, der Werkzeugbau sowie die Endmontage Platz, wo mittlerweile über 1.500 verschiedene Musikzubehörprodukte gefertigt und in über 80 Länder der Welt verkauft werden. Trotz Umbauten, Erweiterungen und Umzügen ist man nun schon 50 Jahre lang dem Standort im Werk II treu geblieben.

 

1974

Die Bundesrepublik Deutschland wird im Endspiel gegen die Niederlande nach 1954 zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. 1974 beginnt auch ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von König & Meyer mit dem Einstieg in die Kunststoffproduktion. Thermo- und Duroplastteile werden in der dafür eigens eingerichteten Abteilung für die Firma Rowenta in Offenbach gefertigt, die einen Lieferanten in der Nähe gesucht hatten. In den Anfängen fehlt allerdings die Erfahrung vor allem mit den Duroplasten, so das viele Produkte nachgearbeitet werden mussten. Hierzu wird eine eigene Abteilung, die sogenannte „Hausfrauenschicht“ eingeführt, die hauptsächlich abends arbeitet. Sukzessive werden auch Kunststoffteile für andere Bereiche produziert.

Neben der Kunststoffherstellung werden in den 70ern die verschiedenen Produktionsprozesse weiter automatisiert und dadurch Arbeitsschritte deutlich verkürzt, der Umsatz pro Mitarbeiter steigt. 1972 wird die erste Pulverbeschichtungsanlage in Betrieb genommen und ersetzt das bis dato umweltschädliche Verfahren des Nitrolackierens. Die bestehenden Produktkategorien werden um den Bereich Boxenständer ergänzt. Ende der 70er kommt das 214/6 Boxenstativ mit einer neuartigen innovativen Höhenverstellung aus Rastbolzen mit Sicherungsschraube auf den Markt, das sich bald als Standard bei professionellen Anwendungen durchsetzt.

 

1989

Der Fall des „Eisernen Vorhangs“ nach Protesten der Bürgerbewegungen, die Öffnung von Mauer und Grenzen und schließlich die Verhandlungen zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten prägen das Jahr 1989.

Nachdem bei König & Meyer der Vertrieb in Deutschland in den ersten Jahrzehnten der Firmengeschichte rein über Großhandelspartner abgewickelt wurde, beginnt die Geschäftsleitung ab den 1980er Jahren konsequent einen eigenen Außendienst aufzubauen und Einzelhandelsgeschäfte direkt zu betreuen. Nachdem die DDR im Herbst 1989 die Grenzen öffnet, dehnt König & Meyer ab dem Frühjahr 1990 seine Außendiensttätigkeiten auch im Osten aus. So werden Adressen von Musikgeschäften zwischen Rostock und Zwickau gesammelt und erste Kontakte geknüpft. Es ist echte Pionierarbeit, die Straßen sind in einem desolaten Zustand, das Telefonnetz veraltet und schnell überlastet. Die Handy-Telefonie steckt noch in den Kinderschuhen. Allerdings können in kurzer Zeit bereits Erfolge verbucht werden, und so sind Produkte von König & Meyer bald auch in den neuen Ländern zu finden.

In den 80er Jahren entstehen zudem viele neue Produkte und Produktgruppen, wie Keyboard- und Mixerständer, 19″ Zubehör und Klavierbänke, außerdem wird das Boxenstativ 213 mit Kurbel entwickelt.

1989 bedeutet für König & Meyer allerdings auch das Ende der Duroplastfertigung. Durch den Fall der Mauer entstehen in Ostdeutschland viele neue Kunststofffirmen, die zu Preisen anbieten, bei denen K&M nicht mehr mithalten kann. Heute wird in der hauseigenen Kunststoffabteilung hauptsächlich für die K&M Produkte produziert und dabei kontinuierlich in den Maschinenpark investiert.

1989 feiert die Firma K&M außerdem ihr 40-jähriges Jubiläum und weiht dabei eine neue Versand- und Lagerhalle ein. Das Lager und der Versand befinden sich allerdings mittlerweile in einem neu gebauten ca. 8.000 qm großen und modernen Logistikzentrum.

 

1999

Die Angst vor dem Jahr-2000-Absturz von Computern beschäftigt 1999 nicht nur die Softwarespezialisten. Weltweit hat man Bedenken, dass der Umstieg auf die Jahreszahl 2000 viele Computersysteme aus dem Takt bringen wird. Man fürchtet abstürzende Flugzeuge, kalte Wohnungen, Stromausfälle und leere Geldautomaten. Auch bei König & Meyer befürchtet man den Stillstand maschineller Anlagen, vor allem der Galvanik durch einen möglichen Zusammenbruch der kommunalen Stromversorgung. Aus diesem Grund wird präventiv ein leistungsstarker Generator angeschafft. Die Angst vor dem Y2K Millennium Bug bleibt glücklicherweise am Ende unbegründet. Die IT-Abteilung von König & Meyer und die lokalen Stromerzeuger sind bestens vorbereitet.

1999 feiert sowohl die Bundesrepublik als auch König & Meyer ihr 50-jähriges Bestehen. Bei König & Meyer ist es seit jeher Tradition, Firmenjubiläen regelmäßig zu feien. Das 50-jährige Jubiläum sollte allerdings etwas Besonderes werden. So wird mit der gesamten Belegschaft nach USA geflogen, die Nationalparks im Westen besucht und in Las Vegas kräftig gefeiert– ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis.

In den 90er Jahren wird weiter expandiert. Eine neue Halle zur Lagerung von Kartonagen entsteht und die Montagehalle wird verlängert. Exportmärkte werden weiter ausgebaut. Vor allem wird auch der US-Markt durch eine strategische Allianz weiter erschlossen.

2004

Im Februar 2004 gründet Mark Zuckerberg das soziale Netzwerk Facebook. Es sollte das erfolgreichste seiner Art werden, die Globalisierung weiter fördern und auch das Denken und Handeln der Unternehmen revolutionieren. Der aufstrebende Suchmaschinenbetreiber Google geht ebenfalls 2004 an die Börse. Neben Facebook ist mittlerweile auch die Unternehmenstochter Instagram zu einem bedeutsamen Werbe- und Informationskanal geworden.

Mit Informationen über neue Produkte, anstehende Messeauftritte, firmeninternen News und Geschichten rund um das Musikbusiness erreicht König & Meyer mittlerweile über 60.000 Follower und Likes in den sozialen Medien. Insbesondere die Updates rund um die 2019 angelaufene Online-Kampagne #backstagestories werden hier täglich geliefert.

 

 

In den 2000er Jahren wird nicht nur mit den sozialen Medien und der Erstellung eines Web-Auftritts begonnen, sondern generell das Corporate Design des Unternehmens grundlegend überarbeitet und die Marke König & Meyer weltweit ausgebaut. Neben den digitalen Medien spielen dabei nach wie vor die klassischen analogen Marketing- und Werbemaßnahmen eine große Rolle. Durch Endorsement-Vereinbarungen wird eine enge Zusammenarbeit mit diversen renommierten Bands und Künstlern gestartet, um die Produkte und die Marke zudem erlebbarer und bekannter zu machen.

Wie in jedem Jahrzehnt werden zwischen 2000 und 2009 die Produktionsstätten modernisiert und erweitert, vor allem die Galvanik, Dreherei, Schweißerei und der Werkzeugbau. Eine neue voll automatisierte Pulverbeschichtungsanlage wird 2004 bei der 55-Jahr Feier offiziell eingeweiht.

 

 

2005 wird die Geschäftsführung mit Gabriela König und Heiko Wolz erweitert.

 

Eine erste Rohrlaseranlage wird 2006 installiert und damit mit einer neuen wegweisenden Technologie bei König & Meyer begonnen. Im Bereich Keyboardständer revolutioniert 2004 der innovative „Spider“ Form und Funktion eines Säulenkeyboardständers.

Seit 2000 wandeln sich auch die Vertriebsstrukturen im Markt. Neben dem klassischen Vertriebsweg des stationären Einzelhändlers nimmt der Onlinehandel weiter an Bedeutung zu.

 

2009

What have we done to the world?
Look what we’ve done!

Die Musikwelt ist 2009 von einem Vorfall maßgeblich betroffen: Dem Tod Michael Jacksons. Aus seinem Lied „Earth Song“ stammt auch die obige Textpassage, mit der er den Egoismus der Menschen und die Umweltzerstörung anprangert.

Umweltschutz ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir investieren kontinuierlich in unsere Produktion für effizientere und nachhaltigere Prozesse, erzeugen mehr Strom durch Photovoltaikanlagen und reduzieren weiter den Wasserverbrauch und die Emissionen von Kohlenstoffdioxid. In engen Kooperationen mit lokalen Zulieferern werden Transportwege verkürzt und bei der Produktion auf die umweltschonende Pulverbeschichtungstechnik gesetzt. Mit generell langlebigen und recyclebaren Produkten und Komponenten zeigen wir Alternativen zur Wegwerfmentalität auf.

 

 

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts erhielt König & Meyer die weltweit anerkannten Umwelt-Zertifikate nach EMAS II und ISO 14001. Investitionen werden im Unternehmen aus drei Blickwinkeln betrachtet und gleichermaßen gewichtet: Unterstützt es den Mitarbeiter, können dadurch die Umweltbelastungen verringert werden und sichert es den zukünftigen unternehmerischen Erfolg des Unternehmens.

 

There are ways to get there,
if you care enough for the living!

 

Auch in Zukunft werden wir in den Umweltschutz investieren. Gemeinsam mit unseren Lieferanten, Händlern und Endkunden werden wir Konzepte für eine umweltfreundliche Produktion und einen nachhaltigen Konsum erarbeiten.

2019

Auch in diesem Jahrzehnt steht die Zeit nie still. Das zeigt sich deutlich an der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte. Die Einführung neuer elektronischer Medien wie Tablets sorgt für einen neuen Bedarf im Markt, den König & Meyer mit speziellen Halterungen bedient. In den letzten Jahren gelingt es, diverse Halterungen für Tablets zu konstruieren, die sich in der Größe individuell anpassen lassen. Sämtliche Halterungen erlangen schnell einen großen Bekanntheitsgrad im Markt. Der Bereich Multimedia wächst weiter.

 

 

Seit 2017 bietet König & Meyer zudem ein Programm an Orchesterstühlen und speziellem Equipment an.
Neue Marktnischen zu finden, die das bestehende Programm ergänzen und für ein entsprechendes Wachstum sorgen, wird auch in der Zukunft eine Hauptaufgabe für uns sein.

Wir danken nunmehr allen Kunden, Interessenten, Geschäftspartnern und Nutzern unserer Produkte, die uns entweder von Beginn an, oder erst seit einigen Jahren begleiten, recht herzlich für das Vertrauen und die Unterstützung.
Es ist nicht selbstverständlich, dass wir 2019 unser 70-jähriges Jubiläum feiern können. Unabhängig von den eigenen Anstrengungen und Leistungen, auf die wir zugegebenermaßen äußerst stolz sind, begründet sich unser Erfolg vor allem auf dem Einsatz von Ihnen, unseren Kunden.

Vielen Dank!


1 Kommentar

  • Günther Frey sagt:

    Toller Überblick, bin beeidruckt und berührt. Völlig selbstverständliche Hardware im täglichen Einsatz, aber bei uns ausschließlich mit K&M Produkten. Wertigkeit und problemlos im Betrieb und Transport: das zählt !! Weiter so … Gruß

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